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Startendes Flugzeug (Licensed under Public domain via Wikimedia Commons)
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18.08.2016

Gutachten des Fraunhofer-Instituts enthüllt gravierende grundlegende Mängel beim BER-Schullschutzprogramm

Das renommierte Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) hat heute in Berlin ein von der Schutzgemeinschaft Umlandgemeinden Flughafen Schönefeld e.V. in Auftrag gegebenes Gutachten zur Umsetzung des Schallschutzprogramms am BER vorgestellt. Das Gutachten zeigt zahlreiche, teilweise grundlegende Mängel beim Vorgehen der FBB auf.

Das Gutachten untersucht die Umsetzung des Schallschutzprogramms unter akustischen und hygrothermischen Gesichtspunkten, vor allem anhand von 12 Gebäuden im Umfeld des BER, die unter repräsentativen Gesichtspunkten ausgewählt wurden.

Das Gutachten stellt unter anderem fest, dass an 29 % der insgesamt 65 schutzbedürftigen Räume in diesen Gebäuden Fehler bei der Ermittlung des erforderlichen Schallschutzes gemacht wurden, die dazu führen, dass die planfestgestellten Schallschutzziele nicht eingehalten werden. Außerdem stellt das Gutachten fest, dass die beim Fluglärm charakteristischen tieffrequenten Lärmanteile nicht hinreichend berücksichtigt und Berechnungsvorschriften falsch angewendet werden.

Im Rahmen einer Gebäudesimulation untersuchte das Fraunhofer-Institut zudem die Auswirkungen der geplanten Schutzmaßnahmen unter hygrothermischen Gesichtspunkten. Hierbei stellte das Fraunhofer-Institut fest, dass die von der FBB geplante Innendämmung zu einer erheblichen Gefahr von Schimmelbildung an Außenwänden führt, an denen gedämmte und ungedämmte Räume nebeneinander liegen. Die geplante Dämmung wird außerdem zu einem erheblichen Anstieg der mittleren Raumtemperatur in den Aufenthaltsräumen führen, so dass Schutzmaßnahmen zu prüfen sind.

Letztendlich bestätigt das Gutachten erneut die Erforderlichkeit einer Lüftungsplanung aus zahlreichen Gesichtspunkten.

Markus Mücke (Mitglied des Vorstands der Schutzgemeinschaft) äußerte sich dazu wie folgt:
„Das Gutachten belegt erneut, dass es weiterhin erheblichen Verbesserungsbedarf beim Schallschutzprogramm gibt. Wir fordern die Flughafengesellschaft auf, die festgestellten Mängel umgehend abzustellen.“

Die Schutzgemeinschaft Umlandgemeinden Flughafen Schönefeld e.V. ist ein im Jahr 1996 gegründeter Interessenzusammenschluss von derzeit 8 Anrainerkommunen des zukünftigen Flughafens BER (Blankenfelde-Mahlow, Eichwalde, Erkner, Großbeeren, Grünheide, Ludwigsfelde, Schulzendorf und Zeuthen).

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