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Rathaus der Gemeinde in der Ibsenstraße, Mahlow

Gleichstellungsbeauftragte

Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, Frau Gabriela Friedrich, stellt sich vor:

Mein Name ist Gabriela Friedrich, Jahrgang 1960, geschieden und habe einen erwachsenen Sohn. Ich lebe seit 1987 im Gemeindebereich Blankenfelde-Mahlow. Seit November 1987 arbeite ich als Verwaltungsangestellte in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow und war unter anderem im Ordnungsamt und Bauamt tätig. Mit Beginn des Jahres 2008 arbeite ich mit einem Anteil von 10 Stunden wöchentlich als bestellte Kommunale Gleichstellungsbeauftragte für die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow.
Die rechtliche Grundlage für mein neues Wirkungsfeld bildet der § 23 – Gleichberechtigung von Mann und Frau - der Gemeindeordnung für das Land Brandenburg.

Meine Aufgaben

Die verfassungsrechtliche Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Beruf, öffentlichen Leben, Bildung und Ausbildung, Familie und im Bereich der sozialen Sicherheit ist Aufgabe der Städte und Gemeinden. Als Gleichstellungsbeauftragte wirke ich bei allen Vorhaben, Entscheidungen, Programmen, Maßnahmen, Planungen und sonstigen Vorhaben der Gemeinde mit, die Belange von Frauen betreffen, oder Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frauen sowie die Anerkennung der gleichberechtigten Stellung in unserer Gesellschaft haben.

Im Vordergrund stehen dabei

  1. Förderung der Gleichstellung von Frauen, um bestehende Benachteiligungen abzubauen,
  2. Förderung des Bewusstseinswandels in der Gesellschaft zur Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern,
  3. Initiierung, Durchführung und Unterstützung von Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen und beruflichen Situation und zur Umsetzung des verfassungsrechtlichen Gleichstellungsauftrages,
  4. Frauenförderung im Erwerbsleben und Wiedereinstieg in das berufliche Leben,
  5. Zusammenarbeit mit örtlichen Frauengruppen-, initiativen und verbänden, Frauenselbsthilfeorganisationen und anderen gesellschaftlich relevanten Gruppen,
  6. Erfahrungsaustausch mit anderen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, sowie für die Gleichstellung von Frauen und Männern zuständigen Stellen des Landes Brandenburg,
  7. Mitglied und Mitarbeit in der Landesarbeitgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten,
  8. Durchführung von Sprechstunden für die Bürgerinnen der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow,
  9. Koordination und Organisation der Veranstaltungen der jährlichen Frauenwoche in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden, der Volkssolidarität und anderen Vereinen, oder Organisationen, mit Unterstützung durch den Frauenpolitischen Rat Land Brandenburg e.V.,
  10. Maßnahmen gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch,
  11. Belange von Mädchen im Schul- und Ausbildungsbereich und
  12. Jugendarbeit.

Das sind sehr vielfältige Aufgabenspektren, dennoch bin ich Ansprechpartnerin für alle Menschen in Not- und Gewaltsituationen. Ich fungiere dabei als Vermittlerin und Ansprechpartnerin für das Frauenhaus, das Jugendamt beim Landkreis Teltow-Fläming, Organisatorin der Frauenwoche im März jeden Jahres, und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenbund, Kirchengemeinden, der Volkssolidarität und anderen Vereinen und Organisationen.

Ich werde mich bemühen und versuchen, hilfsbedürftigen Menschen Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten und Mädchen, Frauen und auch Männern in schwierigen Situationen, z.B. bei Trennung, Gewaltsituationen u.a. Hilfestellung zu leisten, in dem ich Ihnen Unterstützung und Hinweise gebe, sowie Ansprechpartner benenne, wie man Krisen bewältigen kann, um wieder ein erfülltes Leben genießen zu können.

Sprechzeiten

Das Büro der Gleichstellungsbeauftragten ist in der Regel wie folgt besetzt: Dienstag von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Ich bin auch außerhalb der Sprechzeiten für Sie erreichbar, wenn Sie mich persönlich aufsuchen möchten, vereinbaren Sie bitte in jedem Fall vorher telefonisch einen Termin unter der Rufnummer: 03379 333-900, bei Abwesenheit ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

Ich sehe mich als Koordinator für die vielfältigen Anliegen unserer Frauen. Denn trotz aller unstreitbarer Erfolge, die wir gemeinsam auf dem langen Weg zur tatsächlichen Gleichberechtigung bisher erzielt haben, liegt noch eine weite Strecke vor uns mit immer neuen Herausforderungen.

Rechtliche und soziale Herausforderungen

Ich bin mir dessen bewusst, dass die rechtliche und soziale Gleichstellung weder die einzelne Frau noch eine Gleichstellungsbeauftragte gleichsam „von oben“ durchsetzen kann. Dafür bedarf es vielmehr der Solidarität unter den Frauen und natürlich auch der Männer, die nach wie vor die meisten Schlüsselpositionen in Politik und Wirtschaft innehaben. Dringend vonnöten ist auch eine Vernetzung von Aktivitäten und Ideen. Dazu braucht es Frauen, die, so sagt man wohl am besten, ihrer Frau stehen. Viele Frauen kämpfen bereits in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen dafür. Ich möchte den Frauen daher auch Mut machen, trotz mancher Rückschläge weiterhin Ihre Anliegen mit Kraft, Kreativität und Durchsetzungsvermögen an die verantwortlichen Männer in Politik, Wirtschaft und Kirche heranzutragen – wenn nötig auch mit Kampfbereitschaft, die ja bekanntlich, alle Frauenrechtlerinnen gekennzeichnet hat.

Weltweite Herausforderungen

"Frauenrechtlerin zu sein bedeutet nichts anderes, als nie hinzunehmen, dass Frauen zu Menschen zweiter Klasse gemacht werden!"

Zu diesen – weltweiten – Herausforderungen gehört an erster Stelle die Gewalt gegen Frauen in allen Erscheinungsformen. Gewalt gegen Frauen ist das weltweit am meisten verbreitete und alltägliche Menschenrechtsproblem. Diese Gewalt beraubt die Frauen ihrer Menschenrechte. Wir finden Gewalt gegen Frauen in allen Kulturen, in allen Schichten und Altersklassen und in allen Ländern der Welt.

Mittlerweile ist das Problem geschlechtsspezifischer Gewalt heute sehr viel stärker im Bewusstsein als noch vor 20 Jahren, dennoch sind Umfang und Häufigkeiten von Übergriffen auf Frauen überall auf der Welt eine nackte Tatsache. Ich denke dabei auch an die Probleme vieler unserer Migrantinnen, für die Gewalt in ihren Familien und Zwangsehen bittere Realität sind.

Diese Grenzen der Toleranz müssen allen deutlich aufgezeigt werden, denn diese gravierenden Verletzungen der Grundrechte von Frauen sind nicht nur ein Frauenthema, sie rütteln mittlerweile an den Grundlagen unserer Gesellschaft.

Als Gleichstellungsbeauftragte habe ich mir das Ziel gesetzt, Hilfsangebote für Frauen, Kinder und Jugendliche in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden, der Volkssolidarität und anderen Vereinen, oder Organisationen in unserer Gemeinde anzubieten, um in unserem Umfeld die Sensibilität für diese täglich stattfindende Gewalt innerhalb der Familie zu erhöhen und den Betroffenen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Frauen aus diesem fast unmenschlichen Kreislauf ausbrechen können.

Kontakt

Telefon: 03379 333 900
Fax: 03379 333 200
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