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Festveranstaltung in der Gemeinde
14.09.2015

Zwei Welten in der "Alten Aula"

Zur Ausstellungseröffnung "In zwei Welten" lud der Kulturverein Blankenfelde e.V. am 13. September in die "Alte Aula" ein. In einer von Siegrid Sohr, Vorsitzende des Kulturvereins, moderierten Podiumsdiskussion stand neben dem Künstlerehepaar auch der Maler und Grafiker Roland Paris Rede und Antwort. Die Vernissage wurde musikalisch von Alejandro León Pellegrin begleitet. Im Anschluss wurde der Film "Unterwegs nach Ithaka" gezeigt, der sich mit dem bewegten Leben Hernando Leóns befasst.

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Podiumsdiskussion zur Vernissage "In zwei Welten" © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

Großflächig und farbenfroh, skizzenhaft und skurril, detailliert und anmutig... Die Bandbreite der ausgestellten Werke ist groß. Genauso groß wie der Erfahrungsschatz der beiden Künstler. Beide studierten von 1958 bis 1961 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, wo sie sich auch kennen lernten. Nach dem Studium siedelten sie nach Chile, in das Heimatland Leóns, über und gründeten eine Familie. 1970 wurde León dort zum Professor für architekturbezogene Kunst ernannt.

Im Zuge der politischen Verfolgung nach dem Militärputsch Pinochets 1973 wurde er mit anderen Kollegen der Universität verhaftet. Mit Hilfe von Freunden gelang es ihm 1974 das Land zu verlassen. Er ging zunächst nach Peru ins Exil und später mit der Familie in die DDR, der Heimat von Margarita Pellegrin, nach Dresden.

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Margarita Pellegrin, Hernando León, Siegrid Sohr und Roland Paris (von links) © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

"Ein Leben und Arbeiten zwischen zwei Kontinenten, zwischen zwei Welten", so beschrieb Siegrid Sohr in der Podiumsdiskussion das Schaffen des kreativen Ehepaars. In der entspannt geführten und aufschlussreichen Diskussion war unter anderem auch die chilenische Literatur ein Thema. Für León ist die kraftvolle Verbindung von Literatur und Malerei eine Stärke der chilenischen Kunst. So standen die Werke Pablo Nerudas auch für nicht wenige seiner Bilder Pate. Überhaupt lässt der international bekannte Künstler und Kunsterzieher sehr viel aus seinem Alltagsleben in seine Werke einfließen. Für León sind seine Bilder Geständnisse. Jedes einzelne Werk ist mit der Alltags- und Lebenswelt des Künstlers verbunden. "Ich brauche keine Motive. Beim Anschauen meiner Werke ist der Betrachter daher immer auch eingeladen diese zu enträtseln."

Margarita Pellegrin hat eine etwas andere Vorgehensweise. Für sie ist das Interesse am Mysterium der Anreiz mit Mitteln der Malerei Kunst zu schaffen. In unnachahmlicher Weise gelingt es ihr dabei auch scheinbar Unzeigbares zu visualisieren. Viele ihrer Bilder, die in der "Alten Aula" zu sehen sind, beweisen den Erfolg ihrer künstlerischen Herangehensweise.

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Bis zum 16. Januar 2016 sind Gemälde, Zeichnungen und Grafiken in der "Alten Aula" zu sehen © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

Der in Rangsdorf lebende Maler und Grafiker Roland Paris verfolgte den Werdegang von Pellegrin und León schon lange. Er erinnerte an die Tage der "Intergrafik", die erstmals 1973 stattfand. "Damals holten wir die große Welt durch Grafik in die DDR". Für die jährlich stattfindende Ausstellung, die im Jahr 1990 zum letzten Mal stattfand, wurden selbstverständlich auch chilenische Werke ausgestellt.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion sprach sich das Künstlerehepaar, das Verfolgung, Flucht und Exil am eigenen Leibe erfahren musste, auch für die uneingeschränkte Solidarität zu den Hilfebedürftigen der aktuellen Flüchtlingssituation aus. Eine Haltung die auch Roland Paris teilt.

Die ausgestellten Gemälde, Zeichnungen und Grafiken sind noch bis zum 16. Januar 2016 jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr in der "Alten Aula", Zossener Damm 2, in Blankenfelde zu sehen. Weitere Termine nach Vereinbarung.

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