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Festveranstaltung in der Gemeinde
17.11.2014

Gedenkveranstaltung und Bürgerfest zum Mauerfall-Jubiläum

Etwa 300 Leute trafen sich am Samstag, 15. November, zum Gedenken an den Mauerfall vor 25 Jahren am Mahlower Mauerfall-Denkmal. Neben der Landrätin Kornelia Wehlan, der Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, und dem Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, Ortwin Baier, waren viele Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordnete anwesend. Auch Mitglieder des Bundestages und der Europaparlamentarier Michael Cramer, Initiator des Berliner Mauerwegs, waren zu Gast.

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Bei der Kranzniederlegung an der Erinnerungs-Stele für Herbert Kiebler © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

Aus Berlin-Lichtenrade startete ein Kiezspaziergang entlang des Berliner Mauerwegs in Richtung Mauerfall-Denkmal. Zeitgleich fand ein Naturspaziergang mit dem Thema "Grünstreifen statt Grenzstreifen – lebendige Landschaft im einstigen Todesstreifen" statt. Gemeinsam traf man sich an der Erinnerungs-Stele von Herbert Kiebler und erinnerte an die Opfer der Mauer. Exemplarisch für 138 Mauertote gab Harald Fiss, Ehrenvorsitzender des Fördervereins Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Einblicke in das Leben des Mahlower Maueropfers Herbert Kiebler, der bei der Grenzüberquerung erschossen und dessen Tod von Staatsicherheit, Behörden und Gerichten auf groteske Weise zum Selbstmord verzerrt wurde. Nach einer Gedenkminute wurden Kränze an der Stele niedergelegt.

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Von links nach rechts: Landrätin Kornelia Wehlan, Europa-Abgeordneter Michael Cramer, Bürgermeister Ortwin Baier und Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

Von der Erinnerungs-Stele bis zum Mauerfall-Denkmal war es dann nur noch ein kurzer Fußweg. Hier trafen die Teilnehmer der beiden Spaziergänge auf weitere interessierte Teilnehmer. Ortwin Baier, Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, begrüßte die Anwesenden in einer sehr persönlichen Rede. Ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen zur Wiedervereinigung, gab er einen kurzen Abriss zur Entwicklung der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow nach 1989:

"Mit Fall der Mauer nahm die Entwicklung unserer Gemeinde rasant an Fahrt auf. Tausende neue Bürger zogen zu, neue Wohnsiedlungen entstanden, hunderte neue Einfamilienhäuser wurden errichtet. Mit der Wiederbelebung der S-Bahnlinie von Berlin-Lichtenrade über Mahlow nach Blankenfelde stieg auch das Interesse von Unternehmen, sich in unserem Gebiet anzusiedeln. Die steigenden Gewerbesteuereinnahmen ermöglichten es uns, in unsere gemeindliche Infrastruktur zu investieren. Straßen sowie Geh- und Radwege wurden gebaut oder erneuert, neue Schul- und Kitastandorte entwickelt und umgesetzt, bestehende Standorte saniert und teilweise erweitert. Wäre die Mauer vor 25 Jahren nicht gefallen, dann wäre diese rasante, positive Entwicklung unserer Gemeinde ohne jeden Zweifel nicht möglich gewesen."

Landrätin Kornelia Wehlan appellierte an die Anwesenden, die Grenzen in den Köpfen zu öffnen, zu überwinden und zu durchdringen, damit ein freundschaftliches und partnerschaftliches Zusammenleben möglich ist. Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, wies in Ihrer Rede auf die gute Zusammenarbeit des südlichen Berliner Bezirks, des Landkreises Teltow-Fläming und der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow bei der Planung und Umsetzung der Gedenkveranstaltung hin und freut sich auf weitere Projekte mit dem Landkreis und der direkten Nachbargemeinde Blankenfelde-Mahlow um noch weiter "zusammenzurücken".

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Harald Fiss erinnert an Herbert Kiebler © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

Nach dem Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung hatten Berliner und Brandenburger Zeit ins Gespräch zu kommen. Bei Kaffee und Kuchen bzw. Glühwein und Erbsensuppe berichteten Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generation von ihren Erlebnissen rund um den Mauerfall. Auch die Bildhauerin Kerstin Becker, die das Mauerdenkmal an der B96 entwarf, war vor Ort und erläuterte ihre Herangehensweise an das Kunstwerk.

Musikalisch wurde die Veranstaltung durch die Trompetengruppe "Blechschaden" von der Kreismusikschule Teltow-Fläming, dem Frauenchor "Klangkörper" aus Berlin-Schöneberg und der Blankenfelder Band "Chaplin’s Barbet", die die Zuhörer mit gefühlvollem Akustik-Rock begeisterte, untermalt.

Allen Teilnehmern und Beteiligten sei an dieser Stelle nochmals für den reibungslosen Ablauf, sowie für den aufopferungsvollen Einsatz rund um die Planung, Organisation und Durchführung der Gedenkveranstaltung, gedankt.

 

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Der Kiezspaziergang entlang des Mauerwegs © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
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Harald Fiss erinnert an der Stele zu Ehren Herbert Kieblers an die Maueropfer
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Nach dem offiziellen Teil kamen die Besucher ins Gespräch © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
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Europa-Parlamentarier Michael Cramer © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
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Die Bildhauerin Kerstin Becker zusammen mit der Landrätin Kornelia Wehlan © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
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Das Blankenfelder Trio "Chaplin's Barbet" begeisterte mit einfühlsamer Live-Performance © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
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