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Brücken bauen, Grenzen überwinden - Neuer Wegweiser zu den Städtepartnern der Gemeinde enthüllt
© Gemeinde Blankenfelde-Mahlow 

Die Verbandsgemeinde Bad Ems

Rechts des Westerwalds und links des Taunus, liegt die Verbandsgemeinde Bad Ems (circa 19.000 Einwohner) mit der Stadt Bad Ems und den Ortsgemeinden Arzbach, Becheln, Dausenau, Fachbach, Frücht, Kemmenau, Miellen und Nievern.

Offiziell besteht die Städtepartnerschaft zwischen der Rheinland-pfälzischen und der Brandenburger Gemeinde seit 1992. Erste Kontakte wurden bereits im Jahr 1990 geknüpft.

Die Verbandsgemeinde stellt sich vor

Die Stadt Bad Ems ist seit 1972 Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde und bereits seit 1969 Kreisstadt des Rhein-Lahn-Kreises.

Das Staatsbad Bad Ems ist eines der ältesten Heilbäder Deutschlands. Unzerstörte Bäderarchitektur zeugt davon. Das Kurhaus, im Kern ein schlossartiges Badehaus, steht auf mittelalterlichen Grundmauern. Seit dem 14. Jahrhundert werden die Thermalquellen als natürliches Heilmittel genutzt; in modernen Kliniken werden heute vielfältige Therapieformen angeboten.

Bad Ems bietet auch vielfältige Möglichkeiten für einen erlebnisreichen Ferienaufenthalt. Spaziergänge durch die Stadt mit Sehenswürdigkeiten wie das Kurhaus, die Russisch-Orthodoxe-Kirche, das Kaiserdenkmal im Kurpark oder der historisch bedeutsame Benedettistein (wer kennt nicht die Story von der "Emser Depesche") sowie auch eine Schiffsfahrt auf der Lahn zu Rhein und Mosel sind Erlebnisse, die lange im Gedächtnis bleiben. Eine Fahrt mit der Kurwaldbahn auf die Bismarckhöhe mit den modernen Kurkliniken trägt ebenso zur Erholung und Entspannung bei wie Tennis, Reiten oder ein Besuch des Thermalbades, wo man sich das ganze Jahr über in 31 Grad Celsius warmem Wasser tummeln kann.

Die 1987 wiedereröffnete Spielbank (übrigens die älteste Deutschlands, erstmals erwähnt 1720) sorgt für ein Erlebnis besonderer Art. Veranstaltungen wie das Jaques-Offenbach-Festival im Frühjahr, das Brückenfestival oder Deutschlands größter Blumenkorso (der drittgrößte der Welt, immer am letzten August-Wochenende) sowie seine Theateraufführungen, Konzerte und Ausstellungen erfreuen Einwohner und Gäste gleichermaßen.

Wanderfreunde kommen voll auf ihre Kosten. Alle zur Verbandsgemeinde gehörenden Ortsgemeinden, sowohl im Taunus wie im Westerwald, sind nach mehr oder weniger ausgedehnten Wanderungen oder auch Spaziergängen entlang der Lahn bequem zu erreichen.

Werdegang der Städtepartnerschaft

Ausgangspunkt der Städtepartnerschaft ist ein Brief des damaligen Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Bad Ems vom 25. Oktober 1990. "Die Verbandsgemeinde Bad Ems, etwa 19.000 Einwohner, an der unteren Lahn gelegen, würde eine Zusammenarbeit begrüßen, und unsere Vertreter würden Ihre Stadt einmal besuchen, um weitere Gespräche zu führen", hieß es darin.

Der damalige Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde und spätere Amtsdirektor Dietmar Klemt ließ diesen Brief nicht unbeantwortet. Einige Telefongespräche zwischen Blankenfelde und Bad Ems folgten in den Wochen danach, um das erste persönliche Kennenlernen zu vereinbaren.

Im Januar 1991 kamen dann Vertreter von Bad Ems zu Besuch nach Blankenfelde. Das gegenseitige Kennenlernen war sofort von beidseitiger Sympathie gekennzeichnet. Mit wohltuender Zurückhaltung widmeten sich der – inzwischen pensionierte – Bürgermeister der Verbandsgemeinde Willi Diel, und seine Begleitung, Mitglieder des Verbandsgemeinderates, in ersten Sachgesprächen unseren Problemen. Praktische Fragen des Verwaltungsaufbaus wurden diskutiert, erste Überlegungen zur Entwicklung der Infrastruktur in unseren Gemeinden erörtert.

Am letzten April-Wochenende desselben Jahres waren dann die Mitglieder des Hauptausschusses der Gemeindevertretung Blankenfelde zum Gegenbesuch in Bad Ems. Beeindruckt von der landschaftlichen Schönheit des Lahntals zwischen Taunus und Westerwald hatten sie Gelegenheit, Stadt und Staatsbad Bad Ems und die zur Verbandsgemeinde gehörenden Ortsgemeinden Arzbach, Becheln, Dausenau, Fachbach, Frücht, Kemmenau, Miellen und Nievern kennen zu lernen.

Im historischen Rathaus von Dausenau wurde ihnen ein herzlicher Empfang bereitet. Auf einer eigens zu diesem Anlass einberufenen außerordentlichen Sitzung des Rates der Verbandsgemeinde wurde ein erster Eindruck von der Arbeit der Kommune vermittelt. Die Besichtigung der Kurkliniken, der städtischen Einrichtungen wie Wasserwerk, Feuerwehr und Sportzentrum sowie der schönen Dorfgemeinschaftshäuser in den Ortsgemeinden machte deutlich, was in vierzig Jahren zielstrebiger Aufbauarbeit alles erreicht werden konnte.

Ausbau der Städtepartnerschaft

Trotz der rund 600 Straßenkilometer zwischen Bad Ems und Blankenfelde entwickelte sich in der Folgezeit eine intensive Partnerschaft zwischen den Verwaltungen. Bei vielen Besuchen und telefonischen Kontakten, die bald zum "normalen Geschäft" geworden waren, halfen Mitarbeiter der Bad Emser Verwaltung mit, unsere Alltagsaufgaben zu bewältigen. Und es war natürlich keine Frage, dass nach der Ämterbildung im Land Brandenburg zu Beginn des Jahres 1992 diese Partnerschaft zwischen Blankenfelde und Bad Ems auf das Amt Blankenfelde-Mahlow mit seinen damaligen amtsangehörigen Gemeinden Blankenfelde, Diedersdorf, Groß Kienitz, Jühnsdorf und Mahlow ausgedehnt wurde.

Im weiteren Verlauf der vielfältigen Kontakte wurde von beiden Seiten der Wunsch geäußert, diese Partnerschaft aus der Verwaltung heraus zu einer Städtepartnerschaft zu entwickeln. Wer es mit der Einheit Deutschlands ernst meint, der muss dafür sorgen, dass sich die Menschen in Ost und West partnerschaftlich begegnen können. Nur so können Unkenntnis und Missverständnisse ausgeräumt, gegenseitige Achtung und Vertrauen und schließlich Partnerschaft und Freundschaft erreicht werden.

Von diesen Gedanken hatten sich die politisch Verantwortlichen leiten lassen, als sie die Städtepartnerschaft zwischen der Verbandsgemeinde Bad Ems und dem Amt Blankenfelde-Mahlow begründeten. Partnerschaft beinhalte Bindung, Liebe und Zuneigung zugleich. Sie könne nicht verordnet werden, sondern müsse in die Herzen der Menschen wachsen, sagte Willi Diel, der Vater dieser Partnerschaft, während der feierlichen Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden. Sie fand am 27. März 1992 in Blankenfelde und am 15. Mai 1992 in Bad Ems statt.

Noch im Juli des Jahres 1992 wurde in Bad Ems ein "Partnerschaftskreis Verbandsgemeinde Bad Ems/Amt Blankenfelde-Mahlow e.V." gegründet. Im Mittelpunkt seines Wirkens sollte die Schaffung von freundschaftlichen Kontakten und Beziehungen zwischen den Menschen in beiden Verbandsgemeinden stehen. Zwei Jahre später, am 23. September 1994, ist auch bei uns in Blankenfelde-Mahlow ein solcher Partnerschaftskreis gegründet worden, der sich im Laufe der Jahre als Träger dieser Städtepartnerschaft profiliert hat.

Inzwischen sind über fünfzehn Jahre ins Land gegangen. Viele Menschen aus beiden Gemeinwesen haben in dieser Zeit Kontakte geknüpft, sich näher kennengelernt und Freundschaften geschlossen und so das Anliegen dieser Städtepartnerschaft, gegenseitige Achtung und Vertrauen und schließlich Partnerschaft und Freundschaft zu erreichen, im wahrsten Sinne des Wortes mit Leben erfüllt.

Partnerschaftstage

Jährlicher Höhepunkt der Städtepartnerschaft sind die "Partnerschaftstage", die abwechselnd in Bad Ems und in Blankenfelde-Mahlow stattfinden. Während der 9. Partnerschaftstage vom 5. bis 8. September 2002 in Blankenfelde-Mahlow konnte das zehnjährige Bestehen dieser Städtepartnerschaft feierlich gewürdigt werden. Anlässlich der 10. Partnerschaftstage vom 2. bis 5. Oktober ein Jahr später in Bad Ems wurde eine dort viel beachtete Ausstellung von Künstlern aus unserer Region (Keramik, Malerei, Steinbildhauerei, Fossilien, Kunstschmiedearbeiten) eröffnet und vier Wochen lang gezeigt.

Als äußeres Zeichen der Städtepartnerschaft wurde im Kurpark von Bad Ems von Vertretern beider Partnergemeinden ein Baum – eine Esche als Geschenk des Amtes Blankenfelde-Mahlow – gepflanzt. Ebenso, wie schon seit Jahren ein solches Geschenk der Verbandsgemeinde Bad Ems neben dem Anbau unseres Verwaltungsgebäudes in Blankenfelde wächst und gedeiht.

Der gewählte Amtsausschuss des bisherigen Amtes Blankenfelde-Mahlow mit seinem Vorsitzenden, dem Bürgermeister von Mahlow Werner la Haine, hat der Städtepartnerschaft stets die ihr gebührende Aufmerksamkeit gewidmet. Das kommt nicht zuletzt darin zum Ausdruck, dass trotz angespannter Finanzsituation in jedem Jahr im Verwaltungshaushalt des Amtes ein bestimmter Betrag zur Ausgestaltung dieser Städtepartnerschaft eingestellt worden ist.

Die Gemeindevertretung der neu gebildeten Gemeinde Blankenfelde-Mahlow als Rechtsnachfolger des Amtes Blankenfelde-Mahlow hat sich für die Fortsetzung der Städtepartnerschaft mit der Verbandsgemeinde Bad Ems ausgesprochen. Mit einem Beschluss auf ihrer 6. öffentlichen Sitzung am 19. Februar 2004 hat sie dem Partnerschaftskreis Blankenfelde-Mahlow/Bad Ems, der sich im Laufe der Jahre als Träger dieser Städtepartnerschaft profiliert hat, die Trägerschaft dafür übertragen.

Der Partnerschaftskreis kann die ihm übertragene Aufgabe gemäß seiner Satzung umso besser erfüllen, je mehr Menschen seinem Anliegen Interesse entgegenbringen. Mit nur 10 Euro Jahresbeitrag pro Person will er es ermöglichen, sich in diese Aufgabe einzubringen. An dem wohl schönsten Abschnitt der unteren Lahn, zwischen Taunus und Westerwald gelegen, ist Bad Ems mit seiner Umgebung und vor allem mit seinen Menschen immer eine Reise wert.

Der Partnerschaftskreis Blankenfelde-Mahlow/Bad Ems

Der gemeinnützige Verein wurde 1994 mit der Aufgabe gegründet, die Beziehungen zwischen der Verbandsgemeinde Bad Ems in Rheinland-Pfalz und dem damaligen Amt Blankenfelde-Mahlow, der heutigen Gemeinde Blankenfelde-Mahlow auf allen Gebieten des öffentlichen und privaten Lebens zu fördern, stets neu zu beleben, im Sinne freundschaftlicher, partnerschaftlicher Beziehungen zu wirken sowie Gemeinsamkeiten und Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und den Gedanken des Zusammenlebens der alten und neuen Bundesländer zu fördern.

Langjähriger Präsident des Partnerschaftskreises vom 23. September 1994 bis zum 29. März 2006 war Dr. Horst Thiele, der aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt scheiden musste. Am 14. März 2007 wurde Horst Thiele auf der Mitgliederversammlung in Würdigung seiner Verdienste bei der Ausgestaltung der Städtepartnerschaft einstimmig zum Ehrenmitglied des Partnerschaftskreises gewählt.

Vorstand des Partnerschaftskreises

  • Präsident: Detlef Pikarski
  • Stellvertretende des Präsidentin: Annegret Schiller
  • Schatzmeister: Dieter Stritzke
  • Sekretärin: Marion Pikarski
  • Beisitzer: Bernd Geng

Arbeitsgrundlage für den Partnerschaftskreis ist die "Satzung des Partnerschaftskreises Gemeinde Blankenfelde-Mahlow/Verbandsgemeinde Bad Ems e. V." vom 23. September 1994, geändert am 14. März 2007.

Satzung des Partnerschaftskreises Blankenfelde-Mahlow/Bad Ems (PDF, 20 KB)

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