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19.01.2016

Gemeindebibliothek schafft Medien für Flüchtlinge an

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Verleihung der "Takeoff Awards" wurden Ende 2015 herausragende Projekte zum Thema Bildung, Ausbildung und Mitmenschlichkeit in der Region Berlin Brandenburg ausgezeichnet. Die Jury, unter Vorsitz von Günther Baaske, Minister für Bildung, Jugend und Sport, vergab den Initiativpreis an den Blankenfelde-Mahlower Flüchtlingshilfeverein Hominum International e.V. Gemeinsam mit der Gemeindebibliothek entwickelte der Verein ein Konzept, um die Sprachkompetenz von Flüchtlingen jeden Alters zu stärken.

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Die Medien werden vorgestellt © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

Das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro setzte die Gemeindebibliothek nun ein um etwa 100 Medien anzuschaffen, die speziell an die Bedürfnisse der Flüchtlinge angepasst sind. Dabei sind die Neuanschaffungen vor allem auf Kinder und Frauen ausgerichtet, da diese Gruppe in der Regel seltener die Räumlichkeiten der Unterkunft verlässt und dadurch beim Spracherwerb etwas benachteiligt ist.

Besonderen Wert legte Heike Richter, Leiterin der Gemeindebibliothek, beim Einkauf auf den medienpädagogischen Aspekt. So wurden vor allem Lern- und Mitmachmedien angeschafft. Auch viele interaktive Angebote sind dabei. "Auf diese Weise können immer neue Impulse gesetzt werden und die Kinder bleiben aufgrund der spannenden Aufmachung dran", so Richter.

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Heike Richter stellt die neuen Medien vor © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

Die Medien wurden in verschiedenen Sprachen angeschafft und stehen in der Gemeindebibliothek speziell für die Flüchtlinge bereit. Zusätzlich besuchen Heike Richter gemeinsam mit Kolleginnen der Gemeindebibliothek ab nächster Woche regelmäßig die Notunterkunft in der Käthe-Kollwitz-Straße um den Bewohnern das Medienangebot näherzubringen.

Unterstützt werden sie dabei von einer ehrenamtlichen Helferin des Vereins Hominum International, die durch ihre intensive Arbeit mit den etwa 25 in der Notunterkunft lebenden Flüchtlingskindern bereits eine Vertrauensbasis aufbauen konnte.

Vorerst ist das Angebot für die Flüchtlinge in der Käthe-Kollwitz-Straße gedacht. Eine Erweiterung auf das Übergangswohnheim im Jühnsdorfer Weg ist geplant. Selbstverständlich sind die Neuankömmlinge auch in der Bibliothek gern gesehene Gäste. Richter: "Der Anfang ist gemacht. Erste Anmeldungen von Flüchtlingsfamilien gab es bereits. Wir freuen uns auf mehr."

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