Hilfsnavigation

Photokrates - Fotolia.com
© Photokrates - Fotolia.com 
13.11.2015

Drittes Koordinierungstreffen für Flüchtlingshilfe

Zum dritten Mal trafen sich Helfende, Interessierte und Vertreter von Vereinen auf Einladung von Bürgermeister Ortwin Baier im Vereinshaus Mahlow um über die Koordinierung von Flüchtlingshilfe in der Gemeinde zu sprechen. Thema dieses Mal waren Patenschaften für Flüchtlinge.

Marion Dzikowski, stellvertretende Bürgermeisterin, führte in die Runde ein und betonte, dass es sich bei Flüchtlingspatenschaften um einen sehr komplexen Themenbereich handelt. Jeder Pate übernimmt mit seiner ehrenamtlichen Arbeit eine gewisse Verantwortung und müsse auch mit Zurückweisung klarkommen, denn: "Nicht Jeder passt zu Jedem".

Daher sei ein ausführlicher Auswahlprozess wichtig. Potentielle Paten sollten sich darüber im Klaren sein, schon im Vorfeld viel von sich preisgeben zu müssen, um individuelle Voraussetzungen, Erfahrungen und Kenntnisse abzuklären. Auch die Abgabe eines polizeilichen Führungszeugnisses ist eine Bedingung, um als Pate tätig zu sein.

Im Idealfall entwickelt sich eine Patenschaft aus einem ungezwungenen Treffen oder konkreter Projektarbeit. Wichtig sei, so ein Mitglied des örtlichen Flüchtlingshilfevereins Hominum International, dass die Patenschaft auf Augenhöhe stattfindet und nicht durch Mitleid getragen wird.

Ein oft unterschätzter Faktor ist das Ehrgefühl der Flüchtlinge. Viele Neuankömmlinge freuen sich, wenn sie auch nur durch kleine Gesten etwas zurückgeben können, sei es ein gemeinsamer Kochabend oder der angebotene Kaffee bei einem Treffen. Auf diese Weise entsteht ein Geben und Nehmen, das eine gleichberechtigte Patenschaft ermöglicht und für beide Parteien gewinnbringend sein kann.

Wie die Patenschaft dann konkret aussieht ist individuell verschieden, ob es sich um Hilfe im Alltag, gemeinsames Sporttreiben oder einen Kinobesuch handelt ist grundsätzlich egal. Wichtig ist nur eine gewisse Kontinuität zu wahren. Dafür reichen schon 2 bis 3 Stunden in der Woche. Idealerweise entwickelt sich aus der Patenschaft eine Freundschaft.

Auch rechtliche Rahmenbedingungen müssen bedacht werden. Zu diesem Zweck wird es für die ausgewählten Paten eine Informationsveranstaltung geben. Dennoch gilt: ein Schritt nach dem Anderen. Erst wenn die Flüchtlinge in der Gemeinde angekommen sind, wenn ihr Aufenthaltsstatus geklärt ist und diese auch signalisieren in der Gemeinde oder der näheren Umgebung bleiben zu wollen, ist der Beginn einer Patenschaft sinnvoll.

Weitere Informationen zu den Koordinierungstreffen, sowie Ansprechpartner und Informationen rund um das Thema Flüchtlinge in der Gemeinde

Seite zurück

Ortsplan
OrtsplanIm Ortsplan der Gemeinde sind die Standorte gemeindlicher Einrichtungen, Veranstaltungsorte, Sportanlagen, Straßensperrungen und vieles mehr verzeichnet.

Zum Ortsplan