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Junge auf einem Feldweg
© Gemeinde Blankenfelde-Mahlow 

Jühnsdorf

Der Name stammt vermutlich aus dem Mittelniederdeutschen und bedeutet soviel wie "Dorf eines Godin".

Urkundlich erstmals erwähnt findet sich Jühnsdorf in einer 1372 ausgestellten Urkunde. Im Landbuch Kaiser Karls IV. wird es als "Gudenstorpp" mit einer Größe von 39 Hufen, Krug und Mühle erwähnt. Die adeligen Besitzverhältnisse am Dorf wechselten häufig. Das Geschlecht derer von Milow ist hier ebenso zu nennen wie derer von Schlabrendorff, von Hake, von Otterstedt, oder von der Gröben.

 

Gutshaus Knesebeck

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Das Gutshaus in Jühnsdorf

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangte der ausgeprägte Gutsbezirk in den Besitz derer von dem Knesebeck, die das heute noch stehende Gutshaus errichteten. 1926 gehörte das Gut dem Kreis Teltow, 1946 wurde es Provinzialgut der Provinz Mark Brandenburg und bis 1990 als volkseigenes Gut bewirtschaftet. Im Gutshaus selbst war zeitweilig die Kreis-Landwirtschaftsschule des Kreises Zossen untergebracht. 

 

Jühnsdorf - von Agrarwirtschaft geprägt

Im Dreißigjährigen Krieg fiel Jühnsdorf teilweise wüst, konnte sich aber durch Zuzug aus den umliegenden Orten von den Verlusten erholen. 1801 lag die Einwohnerzahl bei 168. Es war stark agrarisch geprägt, blieb dies auch zur DDR-Zeit mit Gründung der LPG 1960 und deren Zusammenschluss mit der LPG Groß Schulzendorf. Nach der politischen Wende 1990 wurden ein Großteil der Nutzflächen von der Betriebsgesellschaft Stadtgüter Berlin mbH, Gut Großbeeren beziehungsweise von der Agrargenossenschaft Groß Schulzendorf e. G. bewirtschaftet. Die Milchviehanlage Blankenfelde liegt ebenfalls auf der Gemarkung Jühnsdorf. Ab dem 1. Januar 1992 bis zur Bildung der Großgemeinde gehörte Jühnsdorf zum Amt Blankenfelde-Mahlow, ab Dezember 1993 dann zum neugegründeten Landkreis Teltow-Fläming.

Schließlich muss erwähnt werden, dass Jühnsdorf mit dem aus einer Lehrerfamilie stammenden Willy Lademann einen bedeutenden Heimatforscher vorzuweisen hat, der sich besonders um die Erforschung des Teltower Platts verdient gemacht hat.

Quelle: Susanne Wölfle-Fischer, Eine Großgemeinde und ihre historischen Wurzeln

 

Zahlen und Fakten

  • Fläche: 19,8 Quadratkilometer
  • Einwohnerzahlen: 294 (Stand: August 2016)
  • Vorwahl: 03379
  • Postleitzahl: 15831

 

 

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Logo der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
Das Logo zeigt die fünf Orsteile der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow im geografischen Verhältnis zur Einwohneranzahl (rot - Mahlow, grün - Blankenfelde, orange - Jühnsdorf, blau - Dahlewitz, gelb - Groß Kienitz).